Aktuelles

PM der SCHWUSOS Tempelhof-Schöneberg zum transphoben Übergriff vom 9.6.2010

„Ihr gehört hier nicht hin“

Mit diesen Worten wurden Mitglieder des Staatsministeriums für Tuntensicherheit "TunSi" am Mittwoch, 09.06.2010 kurz vor Beginn der Prideweek in Berlin beschimpft, beleidigt und tätlich angegriffen.

Die Gruppe, begleitet von einem Kamerateam des rbb im Rahmen der Gewaltpräventionstour unterwegs, wurde in Höhe Pallasstraße/Potsdamer Straße in Schöneberg von einer Horde von rund 50 Kindern und Jugendlichen attackiert und mit gefüllten Wasserflaschen und Wasserbomben beworfen und wüst beleidigt.

Die „TunSi-Agentinnen“ wurden vor laufender Kamera mehrfach mit großer Wucht getroffen und zum Teil verletzt. Auch Morddrohungen sind nicht ausgeblieben. Selbst das live aufzeichnende rbb-Team schreckte die Jugendlichen nicht ab, die Gruppe anzugreifen, verbal als pervers, krank, hässlich, Schwuchteln zu diffamieren und damit die Würde des Menschen in strafbarer Weise zu missachten.

„Wir fordern die politische Auseinandersetzung zum Thema. Politiker, Vertreter der Polizei und des Quartiersmanagements uns der örtlichen Präventionsprojekte gehören an einen Tisch um sicherzustellen, dass sich die Situation ändert und Vorfällen dieser Art entschieden entgegen getreten wird. Wir wollen und werden in dieser Stadt offen leben!“, so Hermann Zeller, Vorsitzender der AG Lesben und Schwule in der SPD "Schwusos" Tempelhof-Schöneberg.

Die Schwusos setzen auf die gesellschaftliche Solidarität und fordern dazu auf, nicht weg zu sehen und sich offen und klar für Vielfalt und gegen homo- und transphobe Gewalt zu bekennen und einzusetzen.

In einer weltoffenen Metropole wie Berlin ist kein Platz für Intoleranz und Gewalt.

Ansprechpartner:
Hermann Zeller
0176 96 32 48 71
SCHWUSOS Tempelhof-Schöneberg

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Presseerklärung der AG Lesben und Schwule in der SPD Marzahn-Hellersdorf

Arbeitsgemeinschaft Lesben und Schwule in der SPD Marzahn-Hellersdorf
Kreisvorstand
Für Vielfalt statt Einfalt.

Pressemitteilung vom 16.02.2010

Und wieder ein bisschen mehr Vielfalt für Berlin
SPD Marzahn-Hellersdorf gründet Arbeitsgemeinschaft für Lesben und Schwule (Schwusos)
Jeder Mensch besitzt vor dem Gesetz die gleichen Rechte. So verlangt es zumindest der Art. 3 Abs. 3 unseres Grundgesetzes. Nicht zuletzt durch den regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, geht durch die Bundeshauptstadt immer wieder der Impuls aus, Lesben, Schwule, Transgender, Bi- und
Intersexuelle in die Gesellschaft besser zu integrieren.
Auch die vor genau einer Woche gegründete Arbeitsgemeinschaft für Lesben und Schwule der SPD
Marzahn-Hellersdorf hat es sich zum Ziel erklärt, für mehr Akzeptanz und Toleranz zu kämpfen.
Nach dem Motto „Für Vielfalt statt Einfalt.“ möchten sich die Mitglieder der AG für alle Betroffenen einsetzen. „Wir wollen für alle Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und Intersexuellen ein politisches und gesellschaftliches Sprachrohr sein.“, so Pascal Kaun, der Vorsitzende der AG. „Niemand muss Angst vor
seiner eigenen sexuellen Identität haben, gesellschaftliche Missbilligung und politische Benachteiligung
fürchten oder erwarten.“.
Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft haben sich damit ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Denn neben der
Organisation des LesBiSchwulen Straßenfestes, Christopher-Street-Days und anderen Veranstaltung
gehört hauptsächlich die Auseinandersetzung mit der momentanen gesetzlichen Stellung zur
Hauptaufgabe der Schwusos.
„Gleichstellung fängt in der Mitte der Gesellschaft an! Die SPD hat sich deswegen schon immer für die
Gleichstellung anderer Lebensgemeinschaften eingesetzt.“, so Kaun. „Es ist für uns eine
Selbstverständlichkeit, sich mit den betroffenen Frauen und Männern auseinander zu setzen.“.
In Kooperation mit den Schwusos Tempelhof-Schöneberg und Steglitz-Zehlendorf will die neue AG in
Zukunft mehr Diskussionsforen und -veranstaltungen ins Leben rufen.
Zur Gründungsveranstaltung kam auch politische Prominenz von Berlin:
Der Marzahn-Hellersdorfer SPDAbgeordnete
Sven Kohlmeier und Markus Pauzenberger (sportpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion), und
Klaus Mätz, Fraktionsvorsitzenden der BVV-Fraktion der SPD Marzahn- Hellersdorf wünschten der
Arbeitsgemeinschaft viel Erfolg, Ausdauer und Kraft.
Und auch Klaus Wowereit wünschte den Mitgliedern in einem Grußwort „gute Beratungen und viel Erfolg“.

Arbeitsgemeinschaft Lesben und Schwule
Kreisbüro SPD Marzahn-Hellersdorf
Blumberger Damm 158
12679 Berlin
Telefon:
Telefax: 030 99 40 10 16

eMail: [schwusos(at)spd-marzahn-hellersdorf.de]
Internet: [www.spd-marzahn-hellersdorf.de]

Es gibt viel zu tun. Und die Schwusos Marzahn-Hellersdorf packen ab sofort mit an.
Weitere Informationen und Kontakt zur Arbeitsgemeinschaft gibt es per eMail über [schwusos(at)pascal-kaun.de]

Für Rückfragen steht der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Lesben und Schwule in der SPD Marzahn-
Hellersdorf gerne zur Verfügung.
Ansprechpartner:
Pascal Kaun, Vorsitzender
Mobil: 0160-96724487
eMail: Schwusos(at)pascal-kaun.de

 

Vielfalt für Frank-Walter Steinmeier!

Wir wollen eine tolerante Gesellschaft, die Respekt gegenüber allen zeigt, egal ob schwul, lesbisch, bisexuell, transgender oder hetero und die vollständige rechtliche Gleichstellung der eingetragenen Lebenspartnerschaft mit der Ehe. Deshalb unterstützen wir Frank-Walter Steinmeier und die SPD.

zum Aufruf!

Wir wollen eine Gesellschaft, die Vielfalt und Toleranz lebt. Wir brauchen eine Kultur der Anerkennung, die es allen Lesben, Schwulen, Transgendern und Bisexuellen ermöglicht, ohne Angst ihr Leben leben zu können.

Heute können homosexuelle Paare ihr Zusammenleben endlich rechtlich absichern – dank der Lebenspartnerschaftsgesetze.
Heute können homosexuelle Frauen und Männer gegen die Diskriminierung und Benachteiligung aufgrund ihrer sexuellen Identität etwa am Arbeitsplatz rechtlich vorgehen – dank des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes.
Heute werden Frauen und Männer in einer eingetragen Lebenspartnerschaft im Erbfall nicht mehr wie Fremde behandelt – dank der Gleichstellung im Erbschaftssteuerrecht.
Diese Schritte hin zu einer toleranteren Gesellschaft, einer Gesellschaft des Respekts gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern und ihren Lebensmodellen hat die SPD nicht nur gefordert, sondern federführend durchgesetzt. Aber, wir wissen, dass weitere wichtige Schritte nötig sind, um der veränderten Lebenswirklichkeit der Menschen in Deutschland gerecht zu werden.

Deshalb unterstützen wir Frank-Walter Steinmeier. Denn er steht für

die vollständige Gleichstellung der eingetragenen Lebenspartnerschaft mit der Ehe. Dafür müssen nicht nur gleiche Pflichten, sondern auch gleiche Rechte gelten.
die Akzeptanz von Regenbogenfamilien. Sie müssen in unserer Gesellschaft genauso anerkannt werden wie andere Familien. Allein das Kindeswohl und nicht die sexuelle Identität der Eltern muss dabei im Vordergrund stehen.
eine Kultur der Anerkennung. In einer toleranten und modernen Gesellschaft darf niemand diskriminiert oder benachteiligt werden, weil er anders lebt als die Mehrheit.
die weltweite Ächtung der Homophobie. Die Yogyakarta-Prinzipien müssen Leitlinie für die Verhinderung der Verfolgung sexueller Minderheiten sein.
Klarheit:

"Ich will ein Land, in dem jede und jeder ohne Angst sein Leben leben kann. Mit gleichen Chancen und gleichen Rechten. Egal, wie Du aussiehst, woher Du kommst und wen Du liebst."
Frank-Walter Steinmeier

Du bist dabei ?? HIER KLICKEN!

 

Homophobie hat in Deutschland KEINEN Platz!

Unterstützt unsere Unterschriftenaktion gegen die Äußerung des Unionspolitikers Norbert Geis!

Am 11.08.2009 sagte dieser im ZDF-Morgenmagazin:

“In der Ehe und bei heterosexuellen Paaren liegt die Zukunft und nicht bei irgendwelchen Fehlentwicklungen.”

Dies ist eine respektlose und diffamierende Äußerung!

Wir fordern die Bundeskanzlerin, Frau Dr. Angela Merkel, dazu auf, sich von dieser Äußerung und der damit verbundenen politischen Einstellung zu distanzieren.

Homophobie hat in der Gesellschaft der Bundesrepublik und in demokratischen Parteien keinen Platz!

Helft uns Unterschriften zu sammeln! Ladet euch einfach das Plakat und die Unterschriftenliste als PDF-Dokument herunter und schickt die Liste anschließend ausgefüllt an uns zurück.

Download Plakat

Download Unterschriftenliste

SCHWUSOS Tempelhof-Schöneberg
c/o SPD-Kreisbüro Tempelhof-Schöneberg
Feurigstraße 4
10827 Berlin

oder

SPD Berlin
AG Lesben und Schwule

Kurt-Schumacher-Haus
Müllerstraße 163
13353 Berlin

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Berlin lebt von Toleranz und Akzeptanz

Berlin lebt von Toleranz und Akzeptanz

Am vergangenen Wochenende wurde das Mahnmal für die vom Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen im Tiergarten geschändet. Die Schwusos Tempelhof-Schöneberg verurteilen diese Tat auf das Schärfste.

Hermann Zeller, Vorsitzender der Schwusos Tempelhof-Schöneberg, kritisiert in diesem Zusammenhang die nicht ausreichenden Sicherungsmaßnahmen. „Ein solches Denkmal sollte besser überwacht werden. Es zeigt sich, dass es nicht sonderlich günstig war, das Mahnmal weit ab von der Straße im Park aufzustellen. Sinnvoll wäre eine nächtliche Beleuchtung, mehr Kontrollgänge durch Sicherheitskräfte und ein wachsames Auge der Besucherinnen und Besucher.“

Die Schwusos sind nicht bereit diesen Akt von Hass und Gewalt hinzunehmen. Toleranz und Weltoffenheit sind Eigenschaften, die Berlin zu einer Metropole machen. Toleranz und Akzeptanz verschiedener Kulturen, Lebensstile und unterschiedlicher sexueller Orientierungen sind Markenzeichen dieser Stadt.

Die Schwusos Tempelhof-Schöneberg sehen diese Tat mit großer Sorge. Die Schändung des Mahnmals geschah nur wenige Tage nach mehreren brutalen Überfällen auf Schwule, die nachts im Tiergarten unterwegs waren.

Auch im als tolerant angesehenen Berlin werden die Rechte von Lesben, Schwulen und anderer Minderheiten nicht von allen als selbstverständlich anerkannt. Der Angriff auf das Mahnmal ist ein Angriff auf alle Minderheiten in Berlin.

Die Schwusos treten ein für ein eine tolerantes und weltoffenes Berlin, in der alle Bürgerinnen und Bürger unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung, ihrem Geschlecht, ihrer Herkunft, ihrem Alter, ihrer Religion oder einer Behinderung selbstbestimmt und friedlich miteinander leben.

Schwusos Tempelberg geben erfolgreichen Einstand auf schwul-lesbischem Strassenfest

Gut ein halbes Jahr nach ihrer Gründung gaben die Schwusos Tempelhof-Schöneberg am 21. und 22. Juni ihren erfolgreichen Einstand beim schwul-lesbischen Straßenfest rund um die Schöneberger Motzstrasse.

Unser Stand im Bereich „Politikwelt“ in der Eisenacherstraße war eine sehr gut besuchte Anlaufstelle. Locker kamen wir mit den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch und konnten über die inzwischen dreißigjährige Arbeit der Berliner Landes-Schwusos und unsere Aktivitäten vor Ort berichten.

Unterstützt wurden wir besonders von unserer Schwusos-Landesvorsitzenden Kirstin Fussan sowie Anett Baron, Vorsitzende der 7. Abteilung. Wahre Publikumsmagneten waren die Gastbesuche des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit, Bundesjustizministerin Brigitte Zypries, der Tempelhof-Schöneberger Bundestagsabgeordneten Mechthild Rawert sowie zahlreicher SPD-Mandatsträger aus dem Berliner Abgeordnetenhaus und den Bezirksverordnetenversammlungen.

Hermann Zeller, Vorsitzender der Schwusos-Tempelberg: „Ich freue mich sehr über das große Interesse der Besucher. Wir Schwusos wollen auch in Zukunft verstärkt Flagge zeigen. Das Motto des Straßenfestes “Gleiche Rechte für ungleiche“ zeigt, in welche Richtung wir politisch vorankommen müssen. Wir können Stolz darauf sein, dass Berlin mit der Gleichstellung von Lebenspartnerschaften gegenüber der Ehe bundesweit eine Vorreiterrolle spielt.“

Sein Stellvertreter Frank Körber ergänzt: „Wir Schwusos arbeiten daran, auch hier im Kiez noch sichtbarer als Interessensvertreter für Schwule und Lesben in Erscheinung zu treten. Das Fest ist eine gute Gelegenheit unsere Kontakte zu stärken und auszubauen!“

Traditionell findet das Motzstrassenfest immer am Wochenende vor dem Berliner Christopher Street Day statt. Beim diesjährigen dreizehnten Straßenfest präsentierten sich auf fast 30 000 Quadratmeter Veranstaltungsfläche über 100 Projekte und Vereinen aus dem schwul-lesbischen Bereich. Mit über 400.000 Besucherinnen und Besuchern gilt es als das größte seiner Art in Europa.

Noch ein weiter Weg zu Tolerancja - Eindrücke vom Warschauer CSD 2008

Erleichterung. Das war mein vorherrschendes Gefühl, als sich der Truck der Veranstalter ruckelnd in Bewegung setzte und ich gemeinsam mit Uli, seinem Freund Dirk und Sylvia vom ersten Wagen aus auf die bunte Gruppe der Schwulen, Lesben und die Unterstützerinnen und Unterstützer der Parada Równości (Parade der Gleichheit) blickte.

Ich gebe es zu: ich bin mit recht mulmigem Gefühl nach Warschau gefahren. Maßgeblich dazu beigetragen hat eine beklemmende Dokumentation über einen CSD in Krakau aus den letzten Jahren. Für mich völlig unvorstellbar, wurden die meist jugendlichen Teilnehmer der Parade nicht nur auf derbste Weise beschimpft, sondern sogar mit Eiern und Steinen beworfen. Rechtsnationale Kräfte aus dem ganzen Land wurden zusammengetrommelt und skandierten „Schwule ins KZ, Lesben sterilisieren!“- und das vor den Toren des berüchtigten Konzentrationslagers Auschwitz. Die Demonstration dort konnte überhaupt nur unter starkem Polizeischutz stattfinden.

Mit diesen Bildern im Kopf und den besorgten Kommentaren der Freunde: „Komm’ bloß heil zurück“, traf ich also am Samstag in Warschau ein. Zunächst war ich schon beruhigt, dass ich mit Uli von den Landesschwusos bereits ein vertrautes Gesicht kannte. Außerdem sorgte neben der freundlichen und heiteren Stimmung unter allen Beteiligten erstaunlicherweise das massive Polizeiaufgebot, das bereits vor Beginn der Demo vor Ort war, bei mir für ein Gefühl der Sicherheit. Sehr eigenartig. Ich kann mich nicht erinnern, jemals beim Anblick so vieler „Freunde und Helfer“ in Uniform etwas Ähnliches empfunden zu haben.

Während der Parade zeigten sich sehr widersprüchliche Bilder. Offenes oder verschämte Gesten der Sympathie und der Solidarität durch Winken, verschmitztes Zublinzeln oder Lächeln durch Passanten am Wegesrand wechselten sich ab mit offensichtlichen Beschimpfungen, 'Stinkefinger', empörtem Hämmern an den Kopf („Ihr seit doch verrückt!“) oder pathetischen Bekreuzigungen. Schnell wurde deutlich, dass ich mit meiner ersten pauschalen Einschätzung jung = tolerant und alt = konservativ (nicht nur hier) ziemlich daneben lag.

Entlang der Wegstrecke blickte ich in erschreckend viele gleichgültige, ablehnende, gar hasserfüllte Gesichter von jungen Männern und Frauen und habe mich um so mehr über freundliche Blicke, heftiges Schwenken von Regenbogenflaggen oder ein verschämtes Winken gerade der Älteren gefreut – auch wenn es nur aus sicherer Entfernung, hinter der sicheren Fensterscheibe der eigenen Wohnung war. Die Gegendemonstranten wurden von der Polizei isoliert und hatten so glücklicherweise keine Möglichkeit, unseren Umzug zu stören.

Der Zug endete im Botschaftsviertel. Kurz vor Schluss gab es dort noch ein besonderes Highlight. Die Britische Botschaft hatte als Symbol der Unterstützung die Regenbogenflagge gehisst. Diese schöne Geste wurde mit heftigem Applaus begrüßt.

Als ich nach der Parade gemeinsam mit einem polnischen Bekannten durch Warschau schlenderte, der wegen des warmen Wetters ohne T-Shirt herumlief und einen offensichtlich als „schwul“ eingeschätzten Rucksack trug, passierte etwas für mich kaum vorstellbares. Unterwegs wurden wir alle paar Minuten aufgehalten und bedrängt. Ich war schockiert. Einerseits, weil ich solch eine Situation in Deutschland noch nie erlebt habe- wohlgemerkt: wir gingen weder Hand in Hand, umarmt oder knutschend durch die Straßen- andererseits wegen seiner Reaktion. „Wieso, es ist doch normal. Mir ist doch nichts passiert“, fragte er mich erstaunt, als ich ihn darauf ansprach, wie es denn sein kann, dass man ihn einfach so auf offener Straße als „Schwuchtel“ beschimpft und belästigt.

Am Abend, als wir zusammen in ein Restaurant gehen wollten, und ein freier Tisch an den wir uns gerade gesetzt hatten, plötzlich ausschließlich für Gruppen verfügbar sein sollte, obwohl an einigen Nebentischen ebenfalls nur zwei Personen saßen, war die Euphorie des Nachmittages schnell verflogen und die Stimmung auf einem Tiefpunkt. In dieses Bild passt leider auch die Einschätzung, dass nicht nur die Teilnehmerzahl an der nunmehr 3. Parade sondern auch das Wohlwollen und die Sympathie in der Bevölkerung für Schwule und Lesben insgesamt rückläufig sind.

Mein Fazit: Der Weg hin zu mehr tolerancja ist in Polen und selbst in der Metropole Warschau offenbar noch recht lang und steinig. Daher ist es umso wichtiger, auch in Zukunft die polnischen Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender in ihrem Streben nach Gleichheit und Akzeptanz weiter zu unterstützen. Wir Schwusos sind dabei!

Felix Rasche
Schwusos Tempelhof-Schöneberg

Nähere Informationen und Bilder der Parade gibt es z.B. unter www.warschauerpakt2008.de

Tempelhof-Schöneberg im neues Schwusos Landesvorstand gut vertreten

Am 10. April 2008 wurde turnusgemäß der Vorstand des Berliner Landesvorstandes der AG der Lesben und Schwulen in der SPD für die nächsten zwei Jahre gewählt.

Aus Tempelhof-Schöneberg wurden Georg Härpfer, Frank Körber und Felix Rasche als Beisitzer gewählt. Hermann Zeller gehört dem neuen Landesvorstand als Vorsitzender der Schwusos Tempelhof-Schöneberg ebenfalls an.

Kirstin Fussan (Prenzlauer Berg/Pankow) wurde einstimmig als Vorsitzende in ihrem Amt bestätigt. Ihre beiden Stellvertreter sind Frank Brändlein (Prenzlauer Berg/Pankow) und Michael Pöhlmann (Friedrichshain-Kreuzberg).

Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit, um gemeinsam schwul-lesbische Themen im Kreis und auf Landesebene voran zu bringen.

 

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16.09.2010, 19:30 Uhr - 21:30 Uhr Offene Vorstandssitzung

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21.10.2010, 19:30 Uhr - 21:30 Uhr Offene Vorstandssitzung

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